Beziehungen verbessern und den Stress bei der Arbeit beseitigen

Studien des einflussreichen Therapeuten John Gottman konzentrierten sich nicht auf die großen Gesten – die Schokolade und die Blumen – sondern auf die kleinen Verhaltensweisen, die wir jeden Tag tun.

Indem sie Paare nur 15 Minuten lang beobachteten, konnten Gottman und sein Team mit 90 %iger Genauigkeit erklären, ob die Beziehung in einer Scheidung enden würde.

Sie konzentrierten sich auf die „Gebote der Aufmerksamkeit“.

Beispiele für mehr Aufmerksamkeit

Wenn zum Beispiel jemand in die Küche geht und dich fragt, ob du einen Kaffee möchtest, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Ein zustimmendes Gebot „Ja, danke, ich hätte gerne einen Caramel Macchiato!“
  • Ein zustimmendes Gebot, aber mit einer ablehnenden Antwort: „Du weißt doch, dass ich nur Bio-Darjeeling-Oolong-Oktaeder-Teeaufgüsse trinke, natürlich möchte ich keinen ‚Kaffee‘!“ und
  • Schweigen, wobei das Angebot ignoriert wird

Gottman fand heraus, dass die Paare mit einem höheren Anteil an positiven Geboten eine größere Chance hatten, zusammenzubleiben.

Die Forscher schätzten ein Verhältnis von 5:1 zwischen positiven und negativen Geboten für eine „gesunde“ Liebesbeziehung.

Andere haben ein etwas geringeres Verhältnis von 3:1 für Beziehungen am Arbeitsplatz vorgeschlagen (obwohl es schwierig ist, eine genaue Zahl festzulegen) – also kein Grund zur Panik vor einem weiteren Kaffeebesuch im Büro.

Wenn du deinen Partner mit Komplimenten oder positiven Angeboten überhäufst, kann das aber auch zu weit gehen.

Gottman hat herausgefunden, dass ein Verhältnis von etwa 13:1 zwischen positiven und negativen Angeboten eine gedämpfte Wirkung hat – es hat also auch etwas für sich, wenn du es relativ gemein hältst.

Fang an auf die Hinweise in deinem Tag zu achten

Anstatt auf den letzten Drücker zu einem Blumenshop zu rennen, solltest du über die Kommunikation in deiner Beziehung nachdenken.

Leg den riesigen Teddy und den Blumenstrauß beiseite und konzentriere dich auf deine Interaktionen.

Kichert dein Partner auf seinem Handy?

Frag ihn, über welches lustige Meme er gerade gelacht hat.

Gib deinem Partner einen kleinen Klaps auf den Rücken, eine Umarmung oder einen Kommentar, wie schön er heute aussieht – es sind die kleinen Interaktionen, die unsere Beziehungen aufbauen.

Fang an, auf die „Angebote“ in deinem Tag zu achten und sorge für das richtige Verhältnis.

Abgesehen von romantischen Beziehungen, wie sieht es mit deinen Arbeitskollegen aus? Eine Rückenmassage ist vielleicht wirklich etwas unpassend, aber weißt du, wie Alice ihren Tee mag? Oder ist dir der neue Haarschnitt von Dave aufgefallen?

Wie war die Reaktion, als du gefragt hast? Wie würdest du das Verhältnis von positiven zu negativen Geboten von dir und deinen Kollegen bewerten? Schreibe das in eine romantische Feedbackkarte an das Team. Das würde ein Gespräch in Gang bringen, das besser ist als jeder Teambildungstag.

Warum ist das so wichtig für Stress am Arbeitsplatz? Ein großer Teil des Wohlbefindens hängt mit unseren Beziehungen zusammen. Soziale Unterstützung ist ein Puffer gegen stressige Ereignisse.

Das muss nicht unbedingt dein Liebespartner sein, soziale Unterstützung kann von überall her kommen, von deinen Freunden, deiner Familie, sogar von deinem Chef. Die Art und Weise, wie wir diese Beziehungen pflegen und erhalten, ist entscheidend. Beziehungen können leicht von einer unterstützenden „Ressource“ zu einer negativen „Forderung“ werden. Stress ist das Ergebnis eines Ungleichgewichts zwischen diesen „Forderungen“ und „Ressourcen“. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Ressourcen, die wir haben, pflegen, um gesünder und glücklicher zu bleiben.

Das kannst du also heute tun:

  • Achte auf die „Gebote“ in deinem Tag,
  • Achte darauf, dass der Anteil der positiven Angebote höher ist als der der negativen,
  • Betrachte deine Beziehungen als persönliche Ressource, die ein wichtiger Teil der Stressbewältigung bei der Arbeit ist.
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Ich bin John. 2016 habe ich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Vitalkostberater absolviert. Viele Jahre litt ich unter hohem Blutdruck und den damit einhergehenden Belastungen, bis ich auf vitalstoffreiche vegane Ernährung umgestellt habe und anfing mehr Sport zu treiben. Seit dieser Kehrtwendung fühle ich mich wie neu, glücklich und voller Energie und Tatendrang.

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